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Abendländische Heilkunde

Taditionelle Abendländische Naturheilkunde

Bei der Abendländischen Heilkunde (ALH), auch Traditionelle Europäische Medizin (TEM) genannt, handelt es sich um ein Medizinsystem und nicht um eine therapeutische Methode. Ähnliches ist aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), dem Ayurveda aber auch aus der Homöopathie bekannt.

Ein Medizinsystem setzt sich zusammen aus einem bestimmten Weltbild, einem Konzept, das normale Vorgänge im gesunden Organismus erklärt und einer Theorie der Krankheitsentstehung.

Im System der Abendländischen Heilkunde ist Gesundheit u.a. abhängig von der Zusammensetzung der Körpersäfte (Humores).
Diese Säfte sind:

  • Phlegma = Schleim
  • Sanguin = Blut
  • Chole = Gelbgalle
  • Melanchole = Schwarzgalle

Auf Grund dieser Säftelehre wird die ALH auch Humoralmedizin genannt. Eine Entmischung dieser Säfte, ein Ungleichgewicht, stört unsere gesunden Körperfunktionen.

Wichtig ist zu wissen, das diese Säfte nicht als tatsächlich im Organismus zirkulierend gesehen werden dürfen, sondern als funktionelle Grundprinzipien desselbigen.
Die Säfte bilden die Basis für den menschlichen Stoffwechsel und somit die 4 grundlegenden Funktionsprinzipien des Menschen.
Transportmedium der o.g. Funktionsprinzipien sind die tatsächlich existierenden Flüssigkeiten (Fluida) die da wären:

  • Blut arteriell und venös
  • Lymphe
  • Sekrete der Drüsen (z.B. Gallenflüssigkeit, Verdauungssekrete, Tränenflüssigkeit usw.)
  • Ausscheidungssekrete (Urin, Schweiß, Menstruation, Stuhl usw.).

Hinzu kommen noch die äußeren Kräfte, auch als Elemente bekannt:
Luft, Erde, Feuer und Wasser, die ihre Entsprechung wieder in den Humores finden.

Dann sprechen wir noch von den Qualitäten feucht, trocken, warm und kalt.
Diese werden den Elementen zugeordnet.

All die genannten Faktoren wirken im Menschen, ein Ungleichgewicht beeinflusst die gesunden Abläufe im Organismus.

Die heutige europäische Heilkunde verknüpft unsere traditionellen Wurzeln der Medizin und den reichhaltigen Erfahrungsschatz bekannter Ärzte und Heiler wie Hippokrates, Paracelsus, Hildegard von Bingen und Rudolf Steiner um nur einige zu nennen, mit dem Wissen unserer heutigen Medizin.

Aus den Beschwerden, die der Patient schildert (ausführliche Anamnese) und den Ergebnissen der Urinuntersuchung und Irisschau ergibt sich das jeweilige Konzept der Behandlung unter Berücksichtigung der Bedürfnisse des Einzelnen.

Zum Einsatz kommen hier vor allem Pflanzenarzneien, Heilmittel der Spagirik oder anthroposophischen Medizin.